BUND-Gruppe Staufen/Sulzburg

Aktuell (Termine/Ereignisse)

Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg für Dr. Frank Baum

Der sogenannte „Landesorden“ ist die höchste Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg. Der Ministerpräsident verleiht ihn für herausragende Verdienste um das Land Baden-Württemberg.

Artikel im "Das Rathaus" (Amts- und Informationsblatt der Stadt Staufen) - 35. Jahrgang - Donnerstag 20. Mai 2021 - Nr. 20
Artikel im "BUND MAGAZIN 03/2021"

Liste der Ordensträger 1975 - 2019 (PDF)
Link zum Artikel der BZ vom 07.05.2021

Artikel aus der Badischen Zeitung vom 07.05.2021 von Hans-Peter Müller:

Es war wie ein Klassentreffen der Gründergeneration der Umweltbewegung in Südbaden: Der grüne Landesumweltminister Franz Untersteller verlieh am Freitag Frank Baum den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Auch wenn pandemiebedingt nur wenig mehr als ein Dutzend Menschen den bald 80-jährigen Grandseigneur von Umwelt- und Artenschutz im großen Saal des Staufener Stubenhauses würdigen konnten, waren doch wichtige Weggefährtinnen geladen.
Auch zwischen dem Minister und dem Geehrten hatten sich die Wege schon früh gekreuzt, "so dass sich heute ein Kreis schließt", wie Untersteller mit Blick auf gemeinsame Zeiten beim Freiburger Öko-Institut Anfang der 80-er Jahre feststellte. Hier der damals schon anerkannte Umweltaktivist Frank Baum, der mit vielen Mitstreitern aus der Bewegung zur Verhinderung des Atomkraftwerks in Wyhl zu den Initiatoren des Instituts zählte. Dort der junge Landschaftsplaner, der in seiner Diplom-Arbeit die Proteste am Kaiserstuhl untersucht hatte und nun als Praktikant in Freiburg anheuerte.
Nicht nur deshalb sei es klar gewesen, dass er als eine seiner letzten Amtshandlungen die Verleihung der höchsten Ehre, die das Land zu vergeben hat, vornehmen wollte, so Untersteller (64), der zur Landtagswahl nicht mehr antrat und der kommenden Landesregierung nicht mehr angehören wird. "Mit Frank Baum ehren wir einen bedeutenden Vertreter der Umweltbewegung, der an vorderster Front nicht nur das AKW in Wyhl bekämpft hat, sondern auch die Diskussion um das Waldsterben vorangetrieben hat, als Wissenschaftler für den BUND vielfältig gutachterlich tätig war, im Vorstand des Landesnaturschutzverbandes bis heute eine aktive Rolle spielt, ganz nebenbei ein exzellenter Kenner der Ornithologie und Insektenkunde ist und mit all seinem Engagement für eine lebenswerte Zukunft und den Erhalt der Umwelt viele andere angesteckt und als Mitstreiter gewonnen hat," so der Minister in seiner Laudatio.
Zuvor hatte Staufens Bürgermeister Michael Benitz den seit 1984 in Staufen beheimateten Bürger Frank Baum zu der Ehrung beglückwünscht, die jährlich nur maximal 30 Menschen und insgesamt nur höchstens 1000 lebenden Trägern zuteilwird. Baum wurde 1941 in Berlin geboren, kam über eine Zeit im Erzgebirge, die Schulzeit in Ansbach und das Studium der Biochemie in Bonn und Tübingen schließlich nach Freiburg, wo er bis zur Pensionierung lange Jahre am Untersuchungsamt für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit tätig war, ließ Benitz die Vita Baums Revue passieren.
Neben den Großaktivitäten rund um Wyhl, Tschernobyl, Fessenheim, die Verhinderung der Abholzung des Freiburger Mooswaldes und einer Kreismülldeponie an falscher Stelle sei Baum aber auch in vielfältiger Weise auf ganz lokaler Ebene in Staufen aktiv gewesen, weshalb er bereits 2015 die Ehrenmedaille der Stadt Staufen erhalten habe. Benitz nannte unter anderem den Erhalt der Rebwege und Steinmauern sowie die Erfindung des Obstbaumpfades am Schlossberg, die Pflege des Gartens bei der Magdalenenkapelle, das Engagement für innerstädtische Grünflächen, zuletzt für die Gärten an der Frickstraße und die Öffnung des Gartens beim Stadtschloss.
In seinen Dankesworten erinnerte Frank Baum an die Anfänge in der Aktion Umweltschutz in Freiburg, aus der der BUND hervorging und an die Platzbesetzung in Wyhl als besonders einschneidendes Ereignis. Sein besonderer Dank galt seiner Frau Christl, die ihm für all die Aktivitäten den Rücken freigehalten habe.
Baum freute sich darüber, dass neben Heinz Ladener (USL/Grüne), Helmut Zimmermann (FWV), Andy Müller (CDU) und Wolfgang Petter (SPD) als Vertreter der Gemeinderatsfraktionen auch seine drei Kinder Ulrike, Gabriele und Tilmann gekommen waren und dazu die Weggefährtinnen der ersten Stunde in Staufen, nämlich Elisabeth Battke, Elke Ross und Rosemarie Hartmann, die in der Elterninitiative nach dem Atomunfall in Tschernobyl aktiv waren und zur Keimzelle der Bürgerinitiative Umweltschutz und damit der ganzen Umweltbewegung in der Fauststadt zählten.
Für den Geehrten und den Minister, dem der Bürgermeister ausdrücklich und herzlich für dessen Engagement bei der Bewältigung der Risse-Katastrophe dankte, gab es im Namen der Stadt größere und kleinere Präsentkörbe vom Obstparadies, für alle Gäste einen kleinen Imbiss und Umtrunk. Und der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt durfte bei so viel Ehre natürlich auch nicht fehlen.

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